Zustieg / Ausrüstung
Von Engelberg über Firnalpeli und Gorisegg (Normalroute) Grassenbiwak SAC 2647m
Schwierigkeit: T4
Aufstieg: 4:45 h, 1590 Hm
Je nach Jahreszeit und Schneeverhältnissen braucht es Steigeisen und alpine Ausrüstung.
Im Sommer kann das Biwak über den Normalweg von der Herrenrüti ohne Gletscherkontakt erreicht werden.
Details zum Aufstieg siehe weiter unten.
Schlafplätze / Reservation
Die 14 regulären Schlafplätze (Matratzen und Wolldecken vorhanden) müssen über das SAC-Reservationsportal reserviert werden. Aus hygienischen Gründen bitte einen Hüttenschlafsack mitnehmen.
Vier zusätzliche Plätze stehen ausschliesslich für Notfälle zur Verfügung.
Preise / Bezahlung
Pro Nacht und Person (inkl. Holz):
- SAC-Mitglieder ab 22. J.L CHF 25
- SAC-Jugend (6-22-J.): CHF 20
- Nicht-Mitglieder ab 18 J.; CHF 30
- Kinder (6-17 J.): CHF 15.-
Es werden ausschliesslich Schweizer Franken akzeptiert. Bitte bezahle fair und ehrlich. Drei Möglichkeiten stehen zur Verfügung:
- Cash: Vor Ort mit den orangen Couverts (beim Hüttenbuch). Name, Datum, Anzahl Nächte und Weinkonsumatioin (Anzahl Flaschen) notieren.
- Einzahlungsschein / QR-Code: Vor Ort erhältlich. Bitte im Notizenfeld Name, Datum, Anzahl Nächte und Weinkonsum angeben.
- TWINT: Bequem vor Ort möglich. Bitte im Hüttenbuch vermerken "Twint bezahlt", + Weinkonsum (Anzahl Flaschen).
Bezahlen mit TWINT
Ganz wichtig: Unabhängig von der Bezahlmethode bitte immer ins Hüttenbuch eintragen!
Hüttenbuch
Bitte trage dich und deine Kamerad:innen unmittelbar nach Ankunft ins Hüttenbuch ein (es befindet sichnlinks beim Ofen). Bitte jede Person einzeln erfassen.
Notiere deine geplante Tour, sie hilft im Notfall bei der Suche. Siehe folgendes Beispiel
Kochen / Abfälle / Sauberkeit
Ein Holzofen ist vorhanden. Brennholz steht bereit. Koch- und Essgeschirr ist vollständig vorhanden. Das Besteck ist in der Tisch-Schublade, fensterseitig. Nur das Essen muss selbst mitgebracht werden.
Bitte nimm deinen Abfall konsequent wieder mit nach Hause. Das Biwak ist kein Entsorgungsplatz.
Das Biwak wird vom Hüttenchef Tobias Sigrist und seinem Stellvertreter Robi Hurschler betreut. Damit es für alle ein schöner Ort bleibt, gilt: Bitte so sauber hinterlassen, wie ihr es selber gerne antrefft – oder sauberer!
Toilette / Trinkwasser / Das Besondere
Bitte benutze unbedingt das WC. Der umliegende Schnee wird als Trinkwasser verwendet!
Die Toilette befindet sich ca. 80 m Richtung Titlis. Nach Gebrauch bitte die Tür von aussen mit dem Riegel wieder gut verschliessen.
Trinkwasser im Sommer: Das Regenwasser vom Dach wird in einem Tank gesammelt. Dieses Wasser muss abgekocht werden. Wenn Anfang Sommer der Tank noch nicht installiert wurde, kann man den Schnee von weiter weg mit der Bränte (im Keller) holen.
Trinkwasser im Winter: Schnee schmelzen.
Ein kleines Highlight: Der legendäre Weinkeller mit Rot- und Weisswein für Gäste. Bitte ehrlich konsumieren und den Beitrag für die Konsumation in die Kasse legen. Weinpreise stehen im Biwak.
Wetter & Webcam / Mobilfunk
Die Apps oder auf den Webseiten von Meteo Schweiz oder SRF Meteo geben dir Auskunft. Die aktuelle Schneesituation lässt sich gut über die Panorama-Webcam der Fürenalp-Bahn beobachten:
Webcam Fürenalp
Im Biwak selbst ist der Mobilfunk-Empfang eingeschränkt. Der beste Empfang ist draussen beim Fahnenmast.
Bitte vorher Informieren und entsprechend Planen. --> Da das Biwak unbewartet ist, können wir meistens keine aktuelle Informationen zu den Verhältnissen vor Ort mitteilen. Eine Tour zum Biwak erfordert eine eigenständige Planung unter der Brücksichtigung aller Hilfsmittel und muss vor Ort selbstständig beurteilt werden.
Details Zustieg
Es geht steil hoch bis zum Biwak am Grassen. Die zu durchsteigenden Felsriegel können bei Nässe heikel sein, sind aber teilweise mit Fixseilen ausgerüstet. Weiter oben, kurz vor dem gemütlichen Biwak, verläuft der Weg über den sich verjüngenden Nordostgrat des Tierbergs. Dieser luftige Abschnitt ist schmal und etwas ausgesetzt. Glücklicherweise helfen auch hier Fixseile über die exponiertesten Stellen. Ist das Biwak einmal erreicht, geniesst man eine umwerfende Aussicht im Banne des Titlis.
Gestartet wird bei der Talstation der Fürenalpbahn (1083 m, erreichbar mit dem Auto oder dem Gratisbus ab dem Bahnhof Engelberg). Man folgt dem Wanderweg zur Herrenrüti (1166 m) und überquert die Engelberger Aa auf der Brücke, die zur Goldboden-Alp führt.
Brücke zum Goldboden - Firnalpeli - Ober Stäfeli - Gorisegg - Tierberg - Grassenbiwak
Der weiss-blau-weiss markierte Weg steigt zum Firnalpeli und Ober Stäfeli an und führt über die Moräne der Gorisegg. Weiter auf Wegspuren und über einen Felsriegel, der bei Nässe heikel sein kann. Man gelangt anschliessend auf den zunehmend schmaler werdenden Nordostgrat vom Tierberg und erreicht über diesen das Biwak auf seiner Südseite.
Wie im Lied von El Ritschi über das Grassenbiwak: Es geht «Uife, uife, uife bis zum Hüttli am Grat».