Dienstag, den 04. Oktober 2011 um 17:01 Uhr

Erläuterungen zum Traktandum

Projekt „Sanierung Küche / Buffet Brunnihütte“

 

der Ausserordentlichen GV 2011

 

 

A         Ausgangslage

Im Jahre 2005 durften wir mit einem Anbau unsere Sanitären Anlagen in der Hütte und das Angebot für Übernachtungen verbessern. Die Kochstelle mit dem Herd wurde belassen, das Buffet musste den neuen Gegebenheiten angepasst werden.

 

Der Herd ist auch der Auslöser für unser Sanierungsprojekt. Er ist veraltet und verschlingt mit seinen Gussplatten viel Energie. Wir wollen im diesem Zusammenhang auch die Westwand mit dem Anrichtmöbel erneuern. Diese wurde bereits im letzten Umbau vom Lebensmittelinspektor bemängelt, aber im Hinblick auf eine baldige Sanierung nicht abgesprochen.

Die Brunnibahnen planen eine neue Sesselbahnanlage. Diese soll kundenfreundlicher für Fussgänger und ältere Leute sein. Wir versprechen uns dadurch eine verbesserte Erreichbarkeit unserer Hütte, vor allem im Winter.

 

Unser Ziel:

  • Unser Image als SAC Hütte und Bergrestaurant verbessern, indem wir eine gute Selbstbedienung einrichten, damit Warteschlangen an Spitzentagen verhindert werden können.
  • Energie einsparen durch den Einbau eines neuen Herdes.
  • Abluft mit Wärmerückgewinnung.
  • Lebensmittelvorschriften einhalten.
  • Warme und Kalte Küche sind getrennt.
  • Die Möglichkeit schaffen, 2 Kassen für die Spitzenzeiten in Betrieb nehmen zu können.
  • Personaleinsparung für den Gastrobetrieb.
  • Möglichkeit Menüs vorzubereiten mit Hilfe der gut eingerichteten Kalten Küche und dem Tageskühler.
  • Automatisch öffnender Haupteingang, sowie den Eingang und Ausgang optisch mit einem Geländer trennen.
  • Arbeitsverhältnisse in der Abwascherei verbessern.

 

 

An der GV im letzten Frühling durften wir euch vororientieren über unser Vorhaben, die Küche in der Brunnihütte zu sanieren. Wir haben euch ein Vorprojekt mit einem Konzept und mit den Zielen, die wir mit dieser Sanierung erreichen wollen, vorgestellt.

 

Im Sommer haben nun eine kleine Baukommission und der Vorstand die Pläne verfeinert, Detailfragen abgeklärt und die Kosten zusammengestellt.

 

 

 

B         Grundrissbeschrieb

Am Grundriss und der Anordnung der neuen Küche sowie an den Standorten der Arbeitsplätze haben wir nicht viel verändert.

 

Die folgende Nummerierung bezieht sich auf den beiliegenden Grundrissplan (Heftmitte Sektionsnachrichten Nr. 82)

 

1.0    Küche

Durch das Ergänzen und Verlegen der Produktion (bestehender Steamer und die neue Kombipfanne) und das Auslagern der Abwascherei erhalten wir Platz für Vorbereitung, kalte Küche und Dessert mit entsprechenden Kühl- und Tiefkühlunterbauten für das Mise en Place. Die Ausgabe der Speisen erfolgt direkt aus der Küche an den Gast. Der Einbau einer kleinen Tageskühlzelle ermöglicht zudem die Speisevorbereitung bei Grossandrang.

 

1.1 Hier kommt die Produktion zu stehen mit einer Kombipfanne und dem Steamer. Die Leichtbauwand wird verkleinert. Küchenseitig wird eine Brandschutzplatte angebracht.

 

1.2 Der jetzige Herd wird durch einen gasbetriebenen Herd ersetzt.

 

1.3 Die Vorbereitung besteht aus einer Chromstahlablage mit eingebauten Abwaschbecken mit verschiedenen Korpussen darunter. Die Rückwand wird neu aufgebaut, isoliert und mit Brandschutzplatten verkleidet. Die Wandplatten werden bis zur Abluftdecke hochgezogen.

 

1.4 Der Tibaherd bleibt bestehen, daneben gibt es einen Arbeitskorpus in Chromstahl. Hier wird auch der 2. Steamer platziert. Darunter wird ein Tablarschrank mit Türen, ein Tiefkühlunterbau, sowie ein Unterbau für den Steamer platziert.

 

1.5 Die kalte Küche besteht aus einem Arbeitskorpus mit Becken. Im Unterbau gibt es einen Tablarschrank mit einer Flügeltür, eine Sandwicheinheit mit Kühleinheit.

 

1.6 Hier kommt ein vorhandener Korpus zu stehen. Von hier aus wird auch die Kaffeemaschine bedient und Kundenwünsche direkt vom Personal erfüllt. Der jetzige Elektroverteilkasten wird in den oberen Stock verlegt. Die dahinter liegende Holzblockwand brechen wir ab. Zur Gewährleistung der Statik muss ein Metallträger eingezogen werden. So erhalten wir Licht in die Kalte Küche und eine Durchreiche zur Selbstbedienung.

 

1.7 Die Tageskühlzelle wir auf Mass gefertigt und eingebaut. Sie soll mit Wagen befahrbar sein.

 

2.0       Selbstbedienung

Durch das Drehen und versetzen des bestehenden Selbstbedienungsbuffets gegen den Korridor, den Ausbau des Rückbuffets mit Gleitbahn und der neuen bereits erwähnten Speiseausgabe erhalten wir die doppelte Ausgabefläche mit der Möglichkeit einer      zweiten Kassenstation.

 

2.1 Arbeits- und Ausgabekorpus

Dieser wird von der Küche aus bedient. Es sind drei B`Marie und zwei Suppenstelle eingebaut, darunter Normschränke mit Flügeltüren, gästeseitig mit Frontverkleidung und Gleitbahn

 

2.2 Ausgabekorpus

Die Abdeckung wird über den Warenlift geführt, ca. 5700 mm lang und 700 mm tief, darunter gibt es Untergestelle.

 

2.3 Arbeitskorpus, Abdeckung mit Ausschnitt für die Flaschenkühlvitrine, darunter Untergestell mit Installationsfach für den Offenausschank und die Kasse. Front- und Rückwandverkleidung mit einer Gleitbahn.

 

3.0       Abwascherei

Die bestehenden Maschinen für Geschirr und Gläser können übernommen werden. Die längeren Ein- und Auslauftische und der zusätzliche Stauraum für Abräumwagen erlauben ein von der Küche unabhängiges Abwaschen.

Baulich müssen wir hier die Türdurchgänge versetzen und entsprechend schliessen. Auch wird ein Abluftventilator neu eingebaut.

 

3.1 Einlauftisch mit Becken, darunter die bestehende Gläsermaschine, darüber Korbwandtablare für 2 Körbe. Auslauftisch, darüber Korbwandtablare für 2 Körbe.

 

4.0       Aussenzugang mit Rampe

Aus Kostengründen verzichten wir vorerst auf diesen Ausbau und beobachten wie der Betrieb ohne Aussenzugang funktioniert.

 

Mögliche Optimierung in der Zukunft:

Bestehende Fensternische grösser ausfräsen für den Einbau einer Aussentüre in Alu. Aussen würde eine Rampe erstellt aus verzinktem Stahl mit einem Geländer, das mit Holz verkleidet wird. So könnte bei einem Grossandrang die Terrasse bewirtschaftet werden, ohne die Gäste zu behindern.

 

5.0       Lüftungsanlage

Bisher bestand die Lüftung lediglich aus 2 Abluftanlagen, d.h. die warme Luft der beheizten Räume wurde über die Abluft der Küche direkt nach aussen befördert. Die nachströmende Luft wurde zwangsweise aus den beheizten Räumen und dem Vorraum abgesogen.

Neu wird eine Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung eingebaut. In dieser Abluftdecke sind Beleuchtung und Brandmelder direkt eingebaut.

Baulich müssen wir auch hier für den Brandschutz Massnahmen treffen. Zum oberen Stock wird über der Küche an die bestehende Decke eine Brandschutzplatte eingebaut. Der Monoblock, der für diese Abluftdecke benötigt wird, kommt ausserhalb der Hütte auf der Westseite zu stehen. Dazu müssen wir ein Podest in Beton erstellen. Zum Schutz der Anlage verlängern wir das Dach und verkleiden den Monoblock. Auch von aussen soll unsere Hütte nicht als Flickwerk erscheinen. Auf das kleinere Podest kommen die Gasflaschen für den Herd zu stehen.

 

6.0       Haupteingang

Die Türe beim Haupteingang zur Terrasse wird durch eine automatisch öffnende Faltschiebetür ersetzt. So können unsere Gäste mit einem Esstablar in der Hand die Aussenterrasse mühelos erreichen.

 

7.0       Elektrisch

Wie erwähnt, wird der Elektroverteilkasten in den oberen Stock verlegt. So erhalten wir in der Küche zusätzlich Platz und gewähren jederzeit den Zugang zum Elektrokasten. Weiter müssen die neuen und umplatzierten Geräte angeschlossen werden.

 

8.0       Sanitär

Da wir den Boden für das Verlegen von neuen Leitungen aufbrechen müssen, ist vorgesehen und mit eingerechnet, dass wir die alten Wasserleitungen durch Edelstahlrohre ersetzen. Damit wären die sanitären Leitungen und Entwässerungsleitungen im alten Teil der Hütte gleichzeitig saniert.

 

Fronarbeit

Auch bei dieser Sanierung können von unseren SAC Mitgliedern gewisse Fronarbeiten geleistet werden. Wir denken da an Vorarbeiten im Bereich des Podestes für den Monoblock, an Teilarbeiten der Dacherweiterung. Auch können wir uns Mithilfe unter fachlicher Anleitung beim Abbruch und Ausräumung der alten Küche vorstellen. Malerarbeiten wird es auch geben.

Bei Interesse meldet euch bitte beim Hüttenchef Ruedi Ettlin.

 

Ruedi Ettlin, Tellensteinstrasse 23, 6390 Engelberg

Tel. P 041 637 27 37             Tel. G 041 639 63 21

E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

 

 

C         Kostenübersicht

Gemäss den Ausführungen im Projektbeschrieb werden die Kosten für die entsprechenden Arbeiten wie folgt budgetiert:

 

Baumeister, Plattenbelag, Innenausbau, Dachdecker, Stahlbau

CHF

98'209.25

Elektro

CHF

50'186.90

Sanitär

CHF

23'025.00

Küchen-/ Buffeteinrichtung

CHF

130'000.00

Lüftung

CHF

60'000.00

Gewerbliche Kälte

CHF

22'578.90

Automatische Türe

CHF

14'856.80

Bewilligung

CHF

1'500.00

Unvorhergesehenes

CHF

28'000.00

Sanierung Total Netto

CHF

428’356.85

Mehrwertsteuer 8%

CHF

34'268.55

Honorar Bauführung / Planung

CHF

18'000.00

Total inkl. MWST

CHF

480’625.40

 

Dieser Gesamtbetrag von ca. Fr. 481'000.- dient für das Sanierungsvorhaben als Kostendach. Es ist geplant durch Froneinsätze bei verschiedenen Arbeiten die Kosten gegenüber dem Budget zusätzlich reduzieren zu können.

 

 

 

D         Finanzierungsplan

 

Die geplante Sanierung mit Baukosten von budgetierten Fr. 481'000.- ist schon seit längerem in Planung und es kann aufgrund dessen auf Rückstellungen in der Brunnikasse (Eigenkapital) zurückgegriffen werden. Neben einem namhaften Betrag seitens der SAC Hüttenkommission und der Aufstockung der Hypothek sind wir auf Darlehen von Sektionsmitgliedern angewiesen.

 

Eigenkapital

CHF

80'000.00

Aufstockung 1. Hypothek (Maximum)

CHF

240'000.00

Unterhaltsbeitrag Zentrale Hüttenkommission SAC

CHF

75'000.00

Darlehen Sektionsmitglieder (Minimum)

CHF

86'000.00

Baukosten Total inkl. MWST.

CHF

481'000.00

 

Die Darlehensvergabe ist für die Sektion interessant, da so auf eine 2. Hypothek zu ungünstigeren Zinssätzen bei der Bank verzichtet werden kann. Gemäss der tabellarischen Aufstellung gehen wir von einer maximalen Erhöhung der 1. Hypothek um Fr. 240'000.- und Darlehen seitens Sektionsmitglieder von mindestens Fr. 86'000.- aus. Die Darlehenssumme ist damit grundsätzlich nicht begrenzt.

Zusätzliche Geldmittel erhoffen wir uns aus zweckgebundenen Spenden oder Sponsoringaktivitäten, welche wir jedoch erst nach der Annahme des Projekts an der ausserordentlichen GV weiter vorantreiben können.

 

 

Darlehensvergabe durch Sektionsmitglieder

Schon direkt nach der vergangenen GV haben verschiedene Sektionsmitglieder Interesse an der persönlichen Unterstützung des Projekts mittels Darlehen gezeigt und wir dürfen auch bereits auf namhafte Darlehenszusagen zählen.

 

Im Rahmen der Projektvorstellung möchten wir es jedoch nicht versäumen, Sie, geschätztes Sektionsmitglied, nochmals auf Möglichkeit eines zweckgebundenen und rückzahlbaren Darlehens zu günstigen Zinskonditionen hinzuweisen. Wir sind auf Ihre Unterstützung angewiesen, um dem Projekt eine solide Finanzierung zu ermöglichen und der Brunnihütte eine weiterhin gute und zukunftsgerichtete Infrastruktur zu bieten.

 

Die detaillierten Darlehensbedingungen so wie auch die Darlehensvertragsvorlagen können beim Kassier bezogen werden. Ebenfalls steht der Kassier gerne für mündliche Auskünfte zur Verfügung. Die vertragliche Abwicklung wird erst nach der Annahme des Projekts an der ausserordentlichen GV möglich sein.

 

Bitte melden Sie jedoch ihr Interesse bis zum 15. Oktober 2011 beim Kassier an, um die weitere Finanzierungsplanung zu vereinfachen.

 

Stephan Hengartner, Steinersmatt 109, 6370 Stans

Tel. 041 610 17 14, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

 

Engelberg, 1. Sept. 2011                                          Der Vorstand